Whiskey oder Whisky

Das Wort Whisky stammt von dem irischen "uisce beathadh" oder dem schottisch-walisischem "uisge beatha", eine Anpassung aus dem Latein „aqua vitae“, was „Wasser des Lebens“ bedeutet, und so die angewandte Schreibweise der Schotten und Kanadier ist. „Whiskey“ ist die Bezeichnung der Amerikaner und Iren, um sich auf ihren berühmten Schnaps zu beziehen.

Der Whisky ist ein Getränk, welches aus gemälztem Gerstensamen, nicht-gemälzter Gerste, Roggen oder Mais, abhängig von dem Herstellungsort, produziert wird. Die Gerste ist die wichtigste Zutat des schottischen und irischen Whiskies. Der schottische Whisky, oder einfach nur Scotch, wird normalerweise gemälzt, während der irische gemälzt oder nicht gemälzt wird. Die kanadischen Whiskies werden aus einer Mischung von verschiedenen Getreiden wie z.B. Mais, Roggen und Gerste hergestellt. Jeder Hersteller hat eine spezifische Methode die Körner zu kombinieren, dennoch haben die meiseten kanadischen Whiskies einen höheren Anteil Roggen, so dass diese oft Roggen Whiskies“ genannt werden. Der Bourbon ist ein amerikanisches Getränk, welches aus Mais hergestellt wird, aber auch gemälzte Weizen, Roggen oder Gerste enthalten kann. Das Quellwasser, was auf natürliche Weise kalkhaltig ist, ist die Hauptzutat des Bourbons, was uns so ermöglicht ihn von den anderen Maiswhiskies zu unterscheiden. Die Herstellung von Bourbon wird durch strenge staatliche Gesetze geregelt: Der Whisky darf nicht weniger als 51% Mais enthalten; er sollte mit mindestens 80% Alkoholvolumen destilliert werden; die Verwendung von irgendwelchen Zusatzstoffen ist nicht erlaubt, nur destilliertes Wasser; und er sollte mit mindestens 40% Alkoholvolumen in Flaschen abgefüllt werden. Der Whisky, der unter diesen Richtlinien hergestellt wird, heisst „Straight Bourbon“.

Es gibt bei den Ursprüngen des Whiskies einen kleinen Widerspruch, man weiss es nicht ob es die Schotten oder die Iren waren, die ihn erfunden haben. Wir wissen nicht, wer die ersten Destillatoren von Whisky waren, man weiss nur dass beide für die Verbreitung und konsequente Herstellung des Whiskies in den Vereinigten Staaten beigesteuert haben. In Übereinstimmung mit einigen Historikern waren es irische Mönche, die vor mehr als tausend Jahren mit der Herstellung des Whiskies angefangen haben, obwohl die schriflichen Bezüge Mittelalter-Zeiten datieren. Im 17. Jahrhundert hatten die schottischen Lorde ihre eigenen Brennereien. Zu dieser Zeit war Schottland mit der Brittischen Regierung, die Schwierigkeiten hatte, Steuern von den Besitzern der Brennereien zu fordern, in Unstimmigkeiten. So wurde ab 1814 die Whisky-Herstellung von der Regierung kontrolliert.

Die ersten Brennereien der Vereinigten Staaten datieren das Jahr 1640, nach dem Einlass schottischer und irischer Immigranten, die vor den wirtschaftlichen Schwierigkeiten in ihren Länder flohen. Diese Immigranten brachten ihre Destillierkolben bei der Überquerung der Allegheny-Berge nach Kentucky und Virginia, wo der Bourbon geboren wurde, mit. Der Bourbon wird wegen der Kentucky Region mit dem gleichen Namen, wo er zum ersten mal hergestellt wurde, so genannt. Der Überfluss von Mais in dieser Region zusammen mit dem Talent der ersten Kolonisten haben die Geschichte des amerikanischen Whiskies revolutioniert.

Die Whiskyherstellung wird in 4 Etappen erzielt: Mälzen, „Mashing“, Gärung und Destillation.

In der Herstellung von schottischem Whisky, wenn er durch Gerstenmalz hergestellt wird, werden die Samen gekeimt, damit die Enzyme die anwesende Stärke für die Umwandlung in Zucker vorbereiten. Danach werden die Samen getrocknet, damit die Keimung unterbrochen wird. Vor der Keimung wird die Gerste vermischt und gesiebt um Fremdkörper zu beseitigen. Danach wird sie in speziellen Tanks für 2 oder 3 Tage eingetaucht und in einem breiten Bereich verteilt, damit die Keimung beginnen kann. Diese wird 8 bis zu 12 Tage dauern, was je nach Region abhängig ist und wird erst unterbrochen, wenn die gekeimten Samen die Grösse eines Zolls erreichen. Dieses Grünmalz wird dann in Treibhäusern oder in Öfen (die sogenannten Kilns), die mit Torf schnell geheizt werden, getrocknet. Die Qualität und Eigenschaften des schottischen Whiskies sind vom verwendeten Torf abhängig, da er dem Whisky einen Geschmack nach Rauch vergibt. Der Herstellungsprozess des irischen Whiskies unterscheidet sich dadurch, dass die Trocknung der hergestellten Mischung nicht an dem Rauch des Torfes ausgesetzt wird und diese in geschlossenen Öfen getrocknet wird. Es folgt die Abkühlung und Lagerung des Malzes während einem Monat.

In der „Mashing“-Phase wird das Malz in einem Behälter mit siedenem Wasser (das Fass des „Mash“) gerührt und nach einigen Stunden verwandelt sich die Stärke in Maltose. Hieraus entsteht eine süsse Flüssigkeit („Wort“), die in einen anderen Tank (der „underback“) übergeleiten wird, in welchem die Flüssigkeit vor der Gärung abgekühlt wird.

Die Gärung dauert etwa 48 Stunden und wird mit einer Hefe (Gärstoff) ergänzt, um den Zucker in Alkohol zu verwandeln.

Die ergebene Flüssigkeit der Gärung wird zweimal in einem grossen Kupferdestillierkolben destilliert, der eine kegelförmige Dampfkammer und ein langes, gerades Verbindungsrohr am Kondensbehälter enthält. Die irischen Whiskies werden drei Destillationen untersetzt. Das Design der Destillierkolben ermöglicht den Rückfluss der kondensierten Dämpfe, mit dem Ziel ein reineres Destillat zu erhalten. Dieses Destillat enthält ein Alkoholvolumen zwischen 35% und 65%. Auch Sie können Ihren eigenen Whisky destillieren, dafür verwenden Sie einen traditionellen Destillierkolben (Destillierkolben mit Schweissverbindungen oder Destillierkolben mit Nietverbindungen) oder einen Destillierkolben mit Rückflusssäule.

Die schottischen, kanadischen oder irischen Whiskies werden in alten Fässern aus Eichenholz gealtert, die schon für die Aufbewahrung von Bourbon, Xerez und Portwein verwendet wurden. Die schottischen und irischen Whiskies können für 3 bis 9 Jahre oder länger gealtert werden. Während die kanadischen mindestens 3 Jahre altern, altern diese in den meisten Fällen länger als 6 Jahre.

Der Bourbon wiederum, sollte mindestens alle 2 Jahre in neue Fässer aus Eichenholz, die vorher geröstet wurden, umgelagert werden.