Nietverbindungen

Eine Niete ist ein kleiner Metallbolzen, der für die Fixierung von glatten Metallstücken verwendet wird. Sie hat eine zylindrische Form mit zwei geschmiedeten Köpfen. Diese Köpfe werden in verschiedenen Momenten hergestellt; eine bei der Herstellung der Niete, die andere bei der Einfügung der Niete, die durch Hitze hergestellt wird. Diese Verbindungstechnik der Teile durch diese zylindrischen Bolzen, welche in die Öffnungen eingeführt werden, erinnern an die alten ägyptischen Zeiten.

Die Ägypter haben eine Technik bei der Arbeit mit Metall mit solch einer Exzellenz und Geschicklichkeit entwickelt, dass diese nie überholt wurde. Im Laufe der ägyptischen Geschichte, haben die gleichen Schmiede, die kostbare Metalle verarbeiteten,  auch das Kupfer und Bronze verarbeitet.

Jede Ägypterin mit gutem Geschmack besass einen Handspiegel aus poliertem Kupfer, Bronze oder Silber. In den Gräbern wurden Kupfervasen und Schalen für die Handwäsche gefunden. Die Schalen und Vasen bestanden aus gehämmertem Kupfer (wurden aus Kupferplatten hergestellt). Die Schnäbel wurden in Formen gegossen und an die Objekte mit Kupfernieten befestigt. Alle dekorativen Stücke wurden aus gehämmertem Kupfer hergestellt. Alle bestehenden Teile des Stückes wurden getrennt gehämmert und danach mit Nieten aus Kupfer verbunden oder auf einer festen Basis befestigt, da hier die Schweissung noch nicht erfunden wurde. Gehämmerte Kupferplatten wurden zu Statuen verarbeitet, deren Teile durch Kupfernieten verbunden wurden. Die ägyptische Statue des Pharaos Pepi I., welche im Museum von Kairo ausgestellt wurde, ist ein aussergewöhnliches Beispiel der damals entwickelten Arbeit.

Die Verbindungen der Metallteile sind in fast allen Konstruktionen nötig und sind ein wichtiger Punkt beim Entwurf der Teile. Die Niete, werden meistens in metallurgischen Konstruktionen verwendet, inklusive der Konstruktionen von Flugzeugen, Schiffen, Dampfmotoren, unter anderem. Diese Nietverbindungen haben bis heute zuverlässige Aufgaben und einen hervorragenden Service erfüllt. Heutzutage hat die Schweisstechnik bei der Herstellung von Schwerstahl fast komplett die Nietverbindungstechnik ersetzt.

Seit die Mauren auf der Iberischen Halbinsel die Destillierkolben und Alquitar Stills eingeführt haben, wurden Nieten in ihren Konstruktionen verwendet. Dies ist die traditionelle Verbindungsmethode, welche die verschiedenen Teile des Destillierkolbens zusammensetzen. Obwohl gegenwärtig viele der Destillierkolben geschweisst werden, bevorzugen die älteren Generationen, genauso wie viele andere Destillierer, Destillierkolben mit Nietverbindungen.

Nichtsdestotrotz wurde diese traditionelle Verbindungsmethode der drei Teile, die den Destillierkolben zusammensetzen (Basis, Bauch und Oberseite), im Laufe der Jahre verbessert. Um den Topf komplett zu dichten, wird in das Innere der Verbindungen eine Mischung aus Leinsamenöl (Leinsamenöl mit anderen natürlichen Zutaten) eingefüllt. Um den Überfluss des Leinsamenöls, welches für die Dichtung aller möglichen Dampfauslässe verwendet wird, zu entfernen, empfehlen wir Ihnen eine Destillation mit reinem Wasser und Roggenmehl durchzuführen (schauen Sie sich Reinigung & Behandlung an). Falls nach einer Destillation irgendwelche Rückstände dieses Lösungsmittels an den Wänden des Topfes angehaftet bleiben, KRATZEN SIE NICHT, da sie ansonsten einen Riss in den Topf machen könnten. Der Überfluss dieses Lösungsmittels verschwindet bei den folgenden Destillationen und darüber hinaus wird das restliche existierende Lösungsmittel im Topf kein Destillat benachteiligen oder beeinflussen.

Nach dem Kauf wird Ihnen eine Broschüre mit allen Reinigungsprozessen und detaillierten Basishinweisen zugesendet.