Gin

Wacholder, eine blau-grüne Frucht die sehr aromatisierend und die grundlegende Zutat der Herstellung des Gins ist, enthält zudem die Zusammenstellung auch Mais, Weizen, Gerste und Roggen. Für die Herstellung einiger Gin-Sorten werden auch Melassen (Sirup) und Reis verwendet. Genauso wie alle Spirituosen, wurde auch der Gin ursprünglich als medizinisches Aufputschmittel betrachtet, welches von den Holländern „Genever“ genannt wurde, wie sie ihn auch heute noch nennen. Der Terminus „Gin“ ist später, im 17. Jahrhundert bei der Einführung dieses Getränkes in England aufgetaucht. In England wurde es als Getränk der niedrigeren Klassen betrachtet, genauso als medizinisches Produkt, welches in Apotheken als erholsames Mittel verkauft wird.

Die Erfindung des Gins wird dem holländischen Arzt Francisco De La Boe zugeschrieben, der ein Getränk aus Wacholder für die Behandlung von Nierenkrankheiten entwickelt hat, obwohl auch die Italiener die Erfindung dieses Getränkes für sich reklamieren.

Die Herstellung von Gin begann mit der Mischung von verschiedenen Arten Getreide bis man einen Teig erhält, der später gekocht und gegärt wird. Es folgt die Destillation in einem Destillierkolben mit Säule aus welcher ein starkes und durchsichtiges Destillat mit einem gleichen oder höheren Alkoholgehalt von 90% entsteht.

Bei der zweiten Destillation werden Aroma-Pflanzen hinzugefügt, die man in einem schwebenden Behälter in die Säule einfügt, mit dem Ziel eine Destillation durch Dampf durchzuführen. Wacholder ist die wichtigste Zutat des Gins, enthält aber auch andere Zutaten wie z.B. Koriander, Angelika, Orangenschale, Zitronenschale, Zimt, Chilisamen, „Cubeba“ Pfefferkörner, Muskatnuss und Ingwer. All diese Pflanzen werden in der Herstellung von Gin verwendet und deren Kombination sind das Geheimnis der Unterschiede der existierenden Marken. Diese zweite Destillation produziert Gin mit hohem Alkoholgehalt, der danach durch Ergänzung von destilliertem Wasser berichtigt wird, da die meisten der vermarkteten Gins 40% Volumen enthalten.

Es sind verschiedene Sorten Gin auf dem Markt: die englischen Gins, wie der London Dry Gin (der bekannteste), Old Tom Gin (leichtes, süsses Getränk), Plymouth Gin (ein süsser Gin, zu welchem man Pflaumen ergänzt) und die holländischen Gins die verhältnismässig süsser und aromatischer als die englischen sind.

Einige Erfahrung, sehr viel Ausdauer, Versuche mit verschiedenen Methoden und unterschiedliche Kombinationen der Zutaten sind die Bestandteile, die Ihnen helfen werden Ihren Lieblings-Gin herzustellen. Wenn Sie es wünschen Ihren eigenen Gin herzustellen, vergessen Sie nicht, dass es wichtig ist zwischen 20 bis 35 Gr Aroma-Kräutern für jeden Liter des Destillats zu verwenden. Die Aroma-Kräuter sollten  für etwa 24 Stunden in Alkohol aufgequellt werden, bevor man die Destillation durch Dampf durchführt. Wie stellen Ihnen Dampfdestilliersysteme für Profis und Amateure zur Verfügung. Wer es wünscht zu Hause zu destillieren, empfehlen wir den Erwerbung von kleinen Destilliereinheiten mit Säule und einen inneren Korb (Artikel Nr. 4184.1), in diesem Fall der Destillierkolben von 2,5 Litern, der einen inneren Korb mit Sieb (Artikel Nr. 5873) besitzt oder den Destillierkolben mit einer Säule für 6 Liter der auch einen inneren Korb mit Sieb (Artikel Nr. 5872) besitzt. Die zweite Destillation wird mit Aroma-Pflanzen durchgeführt, deren ätherische Öle sich in das Destillat verschmelzen, so dass ein besonderer und einzigartiger Gin entsteht, der sich mit der Qualität der vermakteten Gins vergleichen oder diese sogar übertreffen kann.